Schülerzeitungshandbuch
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Vertrieb

Die fertigen Schülerzeitungs-Exemplare müssen nun an all die begierigen Leser gebracht werden, die durch das Schulgebäude laufen. Diese sind schon alle informiert – durch die Vorwerbung.

Wie verkauft man am besten die Schülerzeitung? Verkaufen oder gratis verteilen? In den Klassen oder im Schulfoyer? Ein Zeitungsstand oder vor der Schule verkaufen? Über die besten Wege, wie die Zeitung zum Leser kommt, kann hier im Schülerzeitungs-Forum diskutiert werden.

Warum sollte sich eine Redaktion nach der ganzen Anstrengung mit Recherchieren, Schreiben, Redigieren, Layouten und Drucken auch noch mit solchen Nebensächlichkeiten wie dem Vertrieb abmühen?

Klar, wenn es sich um eine Zeitung mit 50 Exemplaren handelt, so reicht es, jedem Redakteur ein paar Exemplare in die Hand zu drücken – mit dem Auftrag sie an die geneigte Leserschaft zu bringen.

Doch spätestens wenn die Auflage ein paar hundert Stück umfasst, viel Zeit, Mühe und vielleicht auch viel Geld in die Produktion gesteckt werden, wird es zunehmend wichtiger (ideell als auch materiell), dass große Auflagezahlen erreicht und auch verkauft oder verteilt werden.

Wenn dann noch logistische Probleme, wie verschiedene Schulgebäude, Filialen, Erscheinen an mehreren Schulen oder zusätzliche Verteilung an Jugendclubs oder anderen nichtschulischen Einrichtungen dazukommt, wird es ohne Logistik zu einem unüberschaubaren Chaos.

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Wozu Vertriebslogistik?

Ziel jeder Verteillogistik und jedes Vertriebskonzeptes ist es,  die Auflage zu erhöhen und eine möglichst optimale Nutzung der gedruckten Menge zu erzielen, um somit die Verbreitung zu fördern und als Nebeneffekt auch die betriebswirtschaftliche Situation des Mediums zu verbessern. Alle vorgestellten Konzepte und Ideen sind nur Beispiele. Es gibt – auch mit Marketing verbunden – zahlreiche weitere Möglichkeiten, die oben formulierten Ziele zu erreichen. Erlaubt ist was gefällt und Erfolg hat.

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Verkaufslogistik

Geschafft: die neue Ausgabe ist da! Das Heft sieht gut aus, die Redaktion ist glücklich, die ersten Lobworte kommen von Leuten, die schon einmal kurz reingeschaut haben. Doch jetzt geht die Arbeit erst noch einmal richtig los. All die schönen Exemplare, die dort im Kasten liegen, müssen nun an all die begierigen Leser gebracht werden, die durch das Schulgebäude laufen. Diese sind schon alle informiert – durch die Vorwerbung.

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Der Kiosk

Früher gab es ihn an jeder Ecke – jetzt ist er leider nur noch selten im Stadtbild zu finden: der Kiosk. Das Konzept, dass sich in der freien Wirtschaft in den letzten zwanzig Jahren leider nicht nachhaltig bewährt hat, ist für Schülerzeitungen wie geschaffen als Vertriebsform.

Benötigte Materialien

Einen Kiosk in der Schule aufzumachen ist mehr als simpel. Im Wesentlichen braucht man nur ein bis zwei Tische und eine Kasse, und schon ist der Kiosk fertig. Natürlich bietet es sich an, den Kiosk noch ein bisschen auszugestalten. Der Schriftzug der Zeitung kann zum Beispiel als Plakat hinter dem Verkaufstisch aufgehängt werden, damit auch jeder gleich weiß: Hier wird die Schülerzeitung verkauft.

Andere Annehmlichkeiten, um die Verkaufsstelle noch etwas attraktiver zu machen, wie beispielsweise eine schicke Tischdecke, runden das Bild des Kiosks ab.

Der Verkaufsstand sollte möglichst nicht in der letzten Ecke des Geländes liegen, sondern zentral, so dass auch Laufkundschaft angesprochen werden kann.

Geeignete Plätze zum Verkauf sind zum Beispiel:

  • Foyer / Eingangsbereich
  • Cafeteria / Aufenthaltsraum
  • Kantine
  • am Schaukasten / vor dem Sekretariat
  • Schulbibliothek / Hausaufgabenzimmer
  • Schulclub
  • Haltestelle des Schulbusses / Ausgangsbereich

Es ist auch wichtig, dass die Verkaufsstelle während der großen Pausen ständig besetzt ist und auch immer mit genügend Heften versorgt wird. Es empfiehlt sich daher, mindestens zwei Redakteure für die Betreuung des Standes in jeder Pause einzuteilen. Mit dem Stundenläuten muss der Stand besetzt sein und erst mit dem nächsten Stundenläuten schließen. Am besten wird auf der Redaktionssitzung vor dem Verkauf eine Liste erstellt, wer wann und wo verkauft.

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Der fliegende Händler

Selbst wenn der Kiosk noch so zentral wie nur irgend möglich platziert ist, kann man doch nicht alle Schüler mit diesem erreichen.

Um auch den Schülern, die sich nicht in der Pausenhalle oder im Schulhaus aufhalten, die Möglichkeit einzuräumen, mit möglichst wenig Aufwand an ein Exemplar der Zeitung zu gelangen, setzt man am besten fliegende Händler ein.

Sicherheitshalber sollten jedem ein paar Euro Kleingeld am Verkaufstag zum Wechseln in die Hand gegeben werden. Den Beutel für das Geld nicht vergessen und schon kann es losgehen. Auch das Lehrerzimmer lässt sich mit einem solchen vertrauensvollen Vertreter der Zeitung bearbeiten.

Tipp:

Wenn der fliegende Händler per Provision am Verkauf beteiligt wird, so können auch Redaktionsfremde leicht als Verkaufspersonal rekrutiert werden. Dies spornt zu mehr Absatz an – obwohl es den Gewinn schmälert – und fördert so die Verbreitung der Zeitung in der Schule.

Aber Vorsicht: Besonders in Bereichen, die nicht der Verantwortung der Schule unterliegen, können Verkaufsbeschränkungen gelten. Besonders in fremd bewirtschafteten Bereichen (Cafeteria, Kantine), als auch außerhalb der Schule (Supermarkt, Bäcker oder im Bus) sollten die Verkäufer den Handel mit der Zeitung unterlassen. Näheres zu den rechtlichen Feinheiten beim Vertrieb auf dem Schulgelände findet sich auch im Kapitel Rechtliches

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Klassenverkauf

Eine noch flächendeckendere – wenn auch zeitlich und nervlich sehr intensive – Art des Vertriebs einer Schülerzeitung ist der Verkauf in den Klassen. Dieser setzt jedoch eine sehr gute Akzeptanz der Zeitung im Kollegium und das Einvernehmen der Schulleitung voraus.

Wenn die Zeitung in den jeweiligen Klassen verkauft werden soll, muss neben der Zustimmung der Schulleitung auch eine Absprache mit jedem einzelnen Fachlehrer bestehen.

Daher bietet sich der Vertrieb im Klassenverband nur für Zielgruppen an, die ansonsten aus verschiedenen Gründen nicht am Kiosk oder bei fliegenden Händlern kaufen; weil ihnen entweder Wissen oder Selbstvertrauen fehlt. Besonders die „kleinen“ Jahrgänge trauen sich oftmals nicht an den Kiosk, hinter dem die „Großen“ sitzen oder haben von der Schülerzeitung meist nur wenig mitbekommen.
Die angebrachteste Variante des Klassenverkaufs ist der Kurzvortrag, nach dem dann eine gewisse Anzahl von Heften auf den Lehrertisch gelegt wird. Daneben wird eine Kasse des Vertrauens aufgebaut, die dann in der nächsten Pause geleert wird.

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Weitere Fragen

Wie verkauft man am besten die Schülerzeitung? Verkaufen oder gratis verteilen? In den Klassen oder im Schulfoyer? Ein Zeitungsstand oder vor der Schule verkaufen? Über die besten Wege, wie die Zeitung zum Leser kommt, kann hier im Schülerzeitungs-Forum diskutiert werden.

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