Schülerzeitungshandbuch
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Finanzen

„Ohne Moos nix los!“ – die Finanzierung ist die wohl größte Herausforderung bei der Erstellung einer jugendeigenen Publikation. Leider gibt es kein Patentrezept, das dafür sorgt, dass alle Schüler- und Jugendzeitungen nur noch in Geld schwimmen. Aber es gibt eine Menge Tipps und Regeln, die man kennen sollte, wenn man nicht nach der ersten Ausgabe gleich Konkurs anmelden will.

Über Buchhaltung, Verkauf, Anzeigen, Abrechnungen und vieles weitere aus der Welt der Zahlen kannst du hier im Schülerzeitungs-Forum diskutieren.

Im ersten Abschnitt unter der Überschrift Organisation gibt es grundsätzliche Hinweise, die beim Thema Finanzen zu beachten sind. Weiter geht es im zweiten Abschnitt mit den Ausgaben, die beim „Zeitung machen“ unweigerlich entstehen. Die Abschnitte drei, vier und fünf beschäftigen sich mit den Einnahmemöglichkeiten, die Geld in die Redaktionskasse spülen können.

Organisation

Verantwortliche bestimmen

Die Verantwortung über die Finanzen sollten ein oder zwei Redakteure übernehmen. Praktisch ist es, wenn diese schon volljährig sind. Dann können sie die Geschäfte der Zeitung auch ohne Einwilligung der Eltern führen. Sind die Finanzverantwortlichen jünger als 18 Jahre, müssen die Eltern zustimmen, dass sie diese Aufgabe übernehmen.

Hauptaufgabe der Finanzverantwortlichen ist es, den Überblick über die finanzielle Situation behalten (siehe Abschnitt Buchführung weiter unten) und immer Geld in der Kasse zu behalten. Deswegen übernehmen sie meist auch die Aufgabe des Anzeigenleiters und stehen als solche auch im Impressum der Zeitung (siehe Rechtlichliches). Sinnvoll ist es, eine langfristige Finanzplanung zu erstellen, aus der alle absehbaren Einnahmen und Ausgaben ersichtlich sind. Deshalb arbeitet der Anzeigenleiter eng mit den Organisatoren des Drucks und des Verkaufs zusammen. Auch die Verwaltung des Kontos fällt in den Aufgabenbereich der Finanzverantwortlichen.

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Finanzordnung

Die Redaktion sollte sich grundsätzlich darüber einig werden, welche Kosten sie übernimmt und welche die Redakteure als ihr „Privatvergnügen“ aus eigener Tasche zahlen sollten. Das Ergebnis sollte man in einer „Finanzordnung“ festhalten, damit jeder genau weiß, woran er ist. Es wäre beispielsweise angemessen, wenn ein Redakteur die CD für seine Kritik selbst bezahlt. Dass der Layouter alle Tintenpatronen oder Tonerkartuschen für seinen Drucker selbst zahlen soll, wäre hingegen zu viel verlangt. In jedem Fall sollte diese Auszahlungen nur eine Person vornehmen. Dieses Geld sollte auch erst herausgeben werden, wenn ihr die betreffenden Quittungen bekommt.

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Konto

Jede Jugend- oder Schülerzeitung braucht ein eigenes Girokonto. Bei den allermeisten Banken und Sparkassen gibt es die für Jugendliche kostenlos – warum also nicht auch für jugendeigene Medien. Wenn die Bank oder Sparkasse mitspielt, sollte man das Konto auf den Namen der Zeitung einrichten, das erspart die Änderung der Kontonummer, wenn der Finanzverantwortliche wechselt. Einige Banken haben allerdings ein Problem damit, weil eure Zeitung in der Regel keine richtige „juristische Person“, d.h. keine rechtliche Gesellschaft ist.

Dann fragt einfach einen Lehrer oder gar den Direktor, ob ihr das Konto auf dessen Namen eröffnen könnt. Der Vorteil dieses Vorgehens ist, dass der Lehrer in der Regel über einen längeren Zeitraum an der Schule ist und das Konto ebenso lange erhalten bleibt.
Zeichnungsberechtigt sein sollten der Anzeigenleiter und einige wenige vertrauenswürdige Redaktionsmitglieder sein, die noch einige Zeit zur Redaktion gehören werden. Heute ist es z.B. durch Onlinebanking recht einfach möglich, die Kontoverfügung an die Nachfolger weiterzugeben.

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Buchführung

Die Dokumentation der finanziellen Vorgänge, kurz „Buchführung“, ist ein geheimnisumwittertes Kapitel. Dazu kommt, dass sie nicht wirklich Spaß macht, denn sie besteht im Wesentlichen im Sortieren und Abheften von Quittungen. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Man sammelt alle Quittungen, Kontoauszüge und anderen Unterlagen, die Einnahmen oder Ausgaben belegen. Für Einnahmen und Ausgaben, für die es keinen solchen Beleg gibt (z.B. Kopien an öffentlichen Kopierern, Fahrtkosten bei Fahrten mit dem eigenen Auto) schreibt man selbst einen „Eigenbeleg“ – einen Zettel, auf dem Datum, Zahlungsgrund und Betrag stehen und der von dem Begünstigten unterschrieben wird.

Regelmäßig setzt man sich hin und sortiert alle Belege nach dem Datum. Dann nimmt man ein Kassenbuch (das bekommt man im Schreibwarenhandel), ein altes Schulheft oder eine Excel-Tabelle und notiert in dieser Reihenfolge für jede Einnahme oder Ausgabe in fünf Spalten folgendes:

  • laufende Nummer
  • Datum der Einnahme oder Ausgabe
  • Grund (also: „Was wurde hier eingenommen?“ bzw. „Wofür wurde hier Geld ausgegeben?“)
  • wenn es sich um eine Einnahme handelt: den Betrag (sonst bleibt das Feld leer)
  • wenn es sich um eine Ausgabe handelt: den Betrag (sonst bleibt das Feld leer)

Hat man alle Einnahmen und Ausgaben notiert, addiert man beide Spalten und zieht das Ergebnis der Ausgaben vom Ergebnis der Einnahmen ab. Die Differenz (die auch negativ sein kann), entspricht der Veränderung gegenüber dem Bestand bei der letzten Buchführungssession. Addiert (der letzte Bestand und die aktuelle Differenz) ergeben sie den aktuellen Bestand. Dieser muss dem Gesamtbetrag des wirklich vorhandenen Geldes (Bargeld plus Kontostand) entsprechen. Tut er das nicht, hat man sich verrechnet, Belege vergessen o.Ä. Dann geht die Sucherei los und die ist die eigentliche Freude bei der Buchführerei...

Zuletzt nimmt man einen Schnellhefter oder Ordner, schreibt auf jeden Beleg die ihm im Kassenbuch zugeordnete laufende Nummer und heftet ihn in dieser Reihenfolge ab.

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Steuern

Um Steuern muss sich eine Schüler- und Jugendzeitung in aller Regel keine Gedanken machen, denn hier gelten hohe Freibeträge:

Bei der Umsatzsteuer, die auch Mehrwertsteuer genannt wird, fällt unter die so genannte Kleinunternehmerregelung, wer im vergangenen Jahr nicht mehr als netto EUR 17.500 umgesetzt hat und im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr als EUR 50.000 umsetzen wird.

Bei der Gewerbesteuer gilt ein Freibetrag von EUR 24.500,- im Jahr und zwar nicht bezogen auf den Umsatz, wie bei der Umsatzsteuer, sondern sogar bezogen auf den Gewinn. Wer diesen Freibetrag knackt, ist sicherlich keine Schüler- oder Jugendzeitung mehr und kann sich im Übrigen bestimmt auch einen richtigen Steuerberater leisten.

Bei der Körperschaftssteuer gilt ein Freibetrag von EUR 3.835,- im Jahr, ebenfalls bezogen auf den Gewinn. Wer mehr erwirtschaften konnte, kann sich vom Finanzamt als „gemeinnützig“ anerkennen lassen.

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Rücklagenbildung

Für eine Schüler- oder Jugendzeitung ist es immer sinnvoll, ein gesundes Finanzpolster zu haben, das (Faustregel) die komplette Entwicklung und den Druck einer Ausgabe abdecken kann. Das hilft einem, falls man einmal eine Ausgabe in den Sand gesetzt hat oder die Redaktion z.B. Opfer eines Anzeigenboykotts wird.

Diese Rücklage lässt sich aus den Gewinnen bilden, die zurückbleiben, wenn alles sorgfältig geplant und durchgeführt wurde und keine unvorhergesehenen Ereignisse aufgetreten sind.

Man kann den Gewinn aber auch zur Anschaffung von Geräten wie Computern und Zubehör oder einer Kamera verwenden, wozu allerdings nur in den seltensten Fällen der Gewinn einer einzelnen Ausgabe reichen dürfte.

Kommen wir nun zum eigentlichen Geschäft – Geld besorgen und es wieder ausgeben.

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Ausgaben

Es gibt vielfältige Ausgaben für Jugend- und Schülerzeitungen. Welche genau aufgebracht werden müssen, ist von Zeitung zu Zeitung verschieden.

Auf alle Fälle braucht man die Übersicht über die Gesamtsumme der Ausgaben, in die alle Ausgaben einfließen, die im individuellen Fall anstehen. Dazu gehören „Stückkosten“ – das sind Kosten, die mit einer konkreten Ausgabe der Zeitung zusammenhängen, wie z.B. der Druck- genauso wie „Fixkosten“ – das sind Kosten, die unabhängig von einer konkreten Ausgabe entstehen, wie z.B. die Gebühren für das Konto oder der Mitgliedsbeitrag für den Jugendpresseverband. Wenn pro Jahr nur eine Ausgabe erscheint, zählen zu deren Gesamtkosten auch alle Fixkosten dieses Jahres, erscheinen zwei Ausgaben, teilen sich die Fixkosten auf beide auf usw.

Für die Ausgabenvorausberechnung der Finanzplanung setzt man nun für jeden Posten einen möglichst realistischen, im Zweifelsfall eher zu hoch als zu niedrig geschätzten, Wert an, und addiert die Beträge. Dabei darf man z.B. die Mehrwertsteuer beim Druckpreis nicht vergessen, die viele Druckereien in ihren Preislisten nicht einrechnen.

Zum Endergebnis addiert man noch die „freie Finanzspitze“ in Höhe von bis zu 25 Prozent (!) für Ausgaben, mit denen man zu diesem Zeitpunkt noch nicht rechnen kann. Wird dieses Geld hinterher wirklich nicht benötigt, führt man es der Rücklage zu.

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Druckkosten

Die wohl größte Ausgabe, die die meisten Zeitungen tätigen müssen, ist der Druck. Sein Preis und seine Effektivität (entspr. der Qualität) lassen sich jedoch durch ein geschicktes Verhalten der Redaktion günstig beeinflussen. Grundsätzlich hat man als Redaktion zwei Möglichkeiten: entweder entscheidet man sich für die Druckerei vor Ort oder man sucht sich eine passende und günstige Druckerei im Internet.

Beide Varianten haben einige Vor- und Nachteile. So kann hat man bei der Druckerei vor Ort meist einen Ansprechpartner, der bei Fragen zum Layout und zur Erstellung der Druckdaten Hilfestellung leisten kann. Auch die Versandkosten entfallen bei der Druckerei vor Ort. Allerdings ist der Druckpreis meist höher als bei der Druckerei im Internet; dieser lässt sich durch geschicktes Verhandeln oder das Platzieren einer Annonce der Druckerei meist noch etwas drücken.

Druckereien im Internet sind meistens wesentlich günstiger als die Druckerei vor Ort, zudem gibt es Druckereien, die sich auf Schüler- und Jugendzeitungen spezialisiert haben und einem schon im Vorfeld Tipps geben, wie man die größten Probleme bei der Erstellung der Druckdaten umschiffen kann. Auch können im „Kleingedruckten“ Kostenfallen versteckt sein: Ist die Mehrwertsteuer schon im Preis enthalten? Benötigt man zusätzliche Leistungen, wie den Check der Druckdaten oder den Anschnitt der Seiten? Sind die Versandkosten bereits enthalten?

Was noch wichtig für den Finanzverantwortlichen ist, die...

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Bezahlung der Druckerei

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Viele Druckereien, darunter insbesondere die auf Schülerzeitungen spezialisierten, haben auch Verständnis dafür, wenn man ihre Rechnung erst einige Zeit nach Auslieferung der Exemplare bezahlt. Wenn dadurch jedoch der Preis in die Höhe schnellt (solch dubiose Geschäftspraktiken gibt es wirklich) oder – intelligenter aufgebaut, aber im Prinzip das Gleiche – beachtliche Rabatte verloren gehen, sollte man sich lieber nach einer anderen Möglichkeit umsehen.

Finanziert sich die Schülerzeitung mittels Anzeigen, kann man versuchen, die eigenen Anzeigenkunden seinerseits mit einem großzügigen Rabatt, der in der Kalkulation bedacht wurde und der Zeitung deshalb nicht weh tut, zur Vorauszahlung zu bewegen. Man bekommt zwar immer wieder erzählt, dass die Inserenten da nicht mitmachen würden, weil sie immer erst ein Belegexemplar sehen wollten, aber wenn man nur mit einem entsprechenden Rabatt lockt, bricht so manche Front zusammen – insbesondere, wenn man den Anzeigenkunden zudem noch vertraglich zusichert, dass sie bei schuldhafter Nicht- oder Schlechterfüllung des Vertrags durch die Redaktion ihr Geld zurückbekommen.

Sollte man dadurch nicht genügend Geld zusammenbekommen, um die Druckrechnung vorzustrecken, kann man versuchen, einen Privatier wie z.B. engagierte Eltern oder Lehrer zu finden, die einem den noch fehlenden Betrag zinslos leihen. Klar, dass sich die Redaktion verpflichtet, diese Schulden abzuarbeiten, falls mit der Rückzahlung etwas schief gehen sollte. Weitere Möglichkeit, das benötigte Geld zusammenzubekommen, sind im 5. Abschnitt dieses Kapitels zu finden. Die wirklich allerletzte Möglichkeit sollte es sein, mit der Bank sprechen, ob man das Redaktionskonto zu diesem Zweck für eine begrenzte Zeit überziehen darf.

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Schlechter Druck

Wenn die Druckerei Mist gemacht hat – was besonders bei den preislich recht günstigen Sofortdruckereien manchmal vorkommt – stehen einem die gleichen Rechte auf Minderung und Wandelung zu, die auch die Anzeigenkunden einem selbst gegenüber haben.

Wenn die Druckerei sich nicht kulant zeigt und einem Preisnachlass in den Dimensionen, die sich die Redaktion vorstellt, zustimmt, geht man am besten zur Schiedsstelle der Handwerkskammer. Hier wird man über seine Mittel und Möglichkeiten beraten und das Wort dieser Schiedsstelle wiegt bei der Druckerei schwer.

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Weitere Ausgaben

Neben dem Druck wird bei Schüler- oder Jugendzeitungen für eine Vielzahl von Dingen Geld ausgegeben.

Welche Posten das jeweils sind, ist von Zeitung zu Zeitung unterschiedlich. Da gibt es zum Beispiel:

  • Beitrag für den Jugendpresseverband
  • Büromaterial
  • Fahrtkosten
  • Layout-Materialien
  • Kopien
  • Porto
  • Seminargebühren
  • Telefonkosten
  • Sonstiges

Welche Kosten tatsächlich von der Redaktion übernommen werden, solltet ihr gemeinsam in der schon weiter oben erwähnten Finanzordnung festlegen.

Außerdem freut sich jeder Redakteur, wenn er nach vollbrachtem Verkauf einer Ausgabe auf Redaktionskosten Eis- oder Pizzaessen gehen darf.

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Zusammenfassung

Eine Jugend- oder Schülerzeitung finanziell gesichert über die Runden zu bringen, ist sicherlich kein Pappenstiel.

Wenn man jedoch mit genügend Vorsicht und Ausdauer daran geht, kann es sogar richtig Spaß machen. Gerade ein ständiger Überblick über die jeweilige finanzielle Situation spart einem so manche schlaflose Nacht, die die Beinahe-Bankrotteure unter den Anzeigenleitern Jahr für Jahr verbringen.

Erfolgsentscheidend ist dabei auch, dass die Redaktion den Anzeigenleiter mit den Finanzen nicht alleine lässt. Im beidseitigen Interesse sollte er regelmäßig, mindestens aber nach jeder Ausgabe, über alle finanziellen Transaktionen berichten, Kassenbuch und Belegordner vorlegen und vortragen, wie die anderen Redakteure ihn bei seiner Arbeit zukünftig noch besser unterstützen können.

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Einnahmen

Der Verkauf

Für die Festlegung des Verkaufspreises lassen sich keine festen Regeln aufstellen. Üblich sind Preise zwischen Centbeträgen und etwa zwei Euro, viel mehr dürfte auch nicht durchsetzbar sein. Für Lehrer (oder auch „Besserverdiener“) ist es durchaus normal, einen erhöhten Verkaufspreis festzusetzen, dieser liegt meist bei einem Euro mehr bis zum Doppelten des normalen Verkaufspreises.

Kostenlos sollte jeder Anzeigenkunde und jeder Mitarbeiter ein Exemplar bekommen. Auch die meisten Jugendpresseverbände freuen sich über Exemplare für Ihre Archive. Weitere Hefte sollte man für die Teilnahme an Wettbewerben (siehe z.B. www.schuelerzeitung.de) und Zeitungstauschringen und für die Werbung weiterer Anzeigenkunden für die kommende Ausgabe zurückbehalten.

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Handverkauf

Der überwiegende Teil des Verkaufs einer Schülerzeitung wird sicherlich auf dem Schulgelände stattfinden. Man kann allerdings versuchen, günstige Umstände zu schaffen, die es den Verkäufern leichter machen: etwa in dem man eine Genehmigung der Schulleitung erwirkt, durch die Klassen gehen zu dürfen. Aber auch der Verkaufstisch in den Pausen, am Elternsprechtag oder beim Schulfest erfüllt in aller Regel seinen Zweck.

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In Kommission geben

Schülerzeitungen darf man natürlich auch außerhalb der Schule verkaufen. So kann man sie z.B. in Buchhandlungen, Zeitungsläden, bei der Bäckerei um die Ecke der Schule oder wo auch immer „in Kommission geben“. Das bedeutet, die Zeitung dort zu hinterlassen und gegen Provision (bei Druckerzeugnissen wie einer jugendeigenen Zeitung meist ein Viertel bis die Hälfte des Verkaufspreises) verkaufen zu lassen. Wenn man nett fragt, werden die meisten Geschäfte auf die Provision sogar verzichten.

Nun darf man natürlich nicht vergessen, nach einer vorher vereinbarten Frist wieder vorbeizuschauen und die restlichen Hefte sowie das eingenommene Geld abzuholen. Und vielleicht kann man bei dieser Gelegenheit ja schon einmal über eine Anzeige in der nächsten Ausgabe sprechen...

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Weitere Möglichkeiten

Weitere Möglichkeiten den Verkauf zu organisieren, gibt es sicherlich einige. Hier sind dem Einfallsreichtum der Redakteure keine Grenzen gesetzt.

Aus der Welt der kommerziellen Zeitschriften kennt man beispielsweise Abonnements. Warum sollte nicht auch eine Schülerzeitung einzelnen Schülern, Lehrern, ganzen Klassen oder vielleicht gutverdienenden Ehemaligen ein Abonnement anbieten, vielleicht sogar zum Gutverdienenden-Ehemaligen-Sonderpreis?

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Die Anzeigen

Sicher, es gibt Schüler- oder Jugendzeitungen, die ganz ohne Anzeigen auskommen. Aber diese seltenen Glückspilze werden entweder bis über beide Ohren gesponsert, oder sie nehmen Verkaufspreise, die weit über dem Normalmaß liegen. Beides sind jedoch Dinge, die auf eine normale Schüler- oder Jugendzeitung nicht zutreffen bzw. die sie sich auch einfach nicht erlauben sollte.

Man kann das für seine eigene Zeitung sehr einfach nachrechnen: Man addiert alle Einnahmen der Schülerzeitung bis auf die Anzeigen und vergleicht die Summe mit den durchschnittlichen Kosten einer Ausgabe. Man wird feststellen, dass die Finanzierung durch Anzeigen die unerlässliche Grundlage für die Zeitung überhaupt ist.

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Anzeigenpreis

Berechnung

Die Anzeigenpreiskalkulation wird oft „Pi mal Daumen“ durchgeführt. Dabei lässt sich hier sehr wohl sinnvoll rechnen. Zuerst sollte man ausrechnen, wie viel Geld man mit den Anzeigen einnehmen muss. Das ist genau die Differenz der beiden Werte aus dem vorhergehenden Abschnitt, nämlich der voraussichtlichen Gesamtsumme der Ausgaben – dabei die „freie Finanzspitze“ (Abschnitt 2 in diesem Kapitel) nicht vergessen! – und der Gesamtsumme der sonstigen sicheren Einnahmen. Diese Differenz dividiert man durch die Anzahl der Seiten, die man für Anzeigen opfern will. Das Ergebnis entspricht dem Betrag, den eine Anzeigenseite mindestens einbringen muss.

Nun schlägt man alle Rabatte, die man später gewähren will, erst einmal drauf und rundet den erhaltenen Betrag großzügig nach oben auf. Die Aufrundung kann und sollte ein Volumen von durchschnittlich 20 Prozent ausmachen und dient später dazu, die Einbußen durch die Anzeigen, die erfahrungsgemäß nicht rechtzeitig oder nur teilweise bezahlt werden, aufzufangen. Jetzt erst hat man den Preis einer ganzseitigen Anzeige errechnet. Für eine halbseitige Anzeige verlangt man nun etwas mehr als die Hälfte, weil man ja auch zwei Anzeigen besorgen muss und damit mehr Mühe hat. Auch bei einer Anzeige in Größe einer Viertelseite verlangt man mehr als die Hälfte des Preises einer halbseitigen, weil sich der Arbeitsaufwand wieder erhöht usw. Jeder Inserent soll begreifen: große Anzeigen sind relativ billiger als kleine.

Es gibt noch eine weitere Grundregel, nach der man den Anzeigenpreis berechnen kann: eine Faustregel aus Schülerzeitungskreisen lautet „Anzeigen müssen Druck decken“. Das ist zwar zu einfach, gibt aber doch einen Anhaltspunkt und basiert immerhin auf der Erkenntnis, dass Anzeigen im Gegensatz zu Verkauf und Spenden relativ sichere Einnahmequellen sind. Es ist jedoch wahr, dass in manchen Regionen ein bestimmter Preis pro Anzeigenseite nicht überschritten werden kann, weil die Kunden sonst nicht mehr mitspielen. Dann bleibt natürlich nur eins: Man muss – wohl oder übel – die Anzahl der Anzeigenseiten erhöhen. Jugend- und Schülerzeitungen, in deren Verbreitungsgebiet es noch andere Publikationen mit einer ähnlichen Zielgruppe gibt, sollten mit diesen die Anzeigenpreise absprechen, um dem (oft unwahren) „Ihr seid aber die Teuersten...“ wirkungsvoll entgegentreten zu können.

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Begründung der Preise

Dieser Preis ist mittels „cost pricing“ erstellt, er berücksichtigt, welche Kosten bei der Erstellung der Publikation anfallen, aber nicht, welchen Preis die Kunden zu zahlen bereit sind. Einen hohen Preis kann man jederzeit mit den Kriterien, die ihn auch in die Höhe treiben, begründen: Auflage, Druckformat und Druckqualität. Denn davon hängt der Druckpreis und somit indirekt auch der Anzeigenpreis ab – sowie ein niedriges Anzeigenaufkommen in der Publikation. Außerdem sind die Qualität des Inhalts und das Image der Zeitung Kriterien, die man beim immer wieder vorkommenden Feilschen um den Anzeigenpreis ins Feld führen kann.

Für potentielle Anzeigenkunden, die an der Zielgruppe der Publikation interessiert sind, gilt außerdem, dass Schülerzeitungen oft die einzige legale Möglichkeit sind, Werbung im Rahmen der Schule zu machen und die Schule oft der einzige Ort ist, an dem alle Schüler einer Stadt oder Region erreicht werden können. Hier haben Schülerzeitungen also gewissermaßen ein Monopol, das sie sich auch angemessen bezahlen lassen sollten. Die Anzeigenleiter sollten sich nur in besonders begründeten Fällen von den in der Anzeigenpreisliste festgehaltenen Preisen abbringen lassen. Die Geschäftsleute haben oft recht gute Kontakte untereinander und die berechtigte Frage, warum zwei Kunden für gleichwertige Anzeigen verschiedene Preise zahlen sollen, sollte sich jeder ersparen. Außerdem bedeutet das ganz einfach Fairness, die man seinen Anzeigenkunden schuldet.

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Anzeigenpreisliste

Hat man nun seine Anzeigenpreise, so sollte man unbedingt eine ausführliche Anzeigenpreisliste erstellen. Sie ist das Aushängeschild der Zeitung und gerade bei neuen Zeitungen ausschlaggebend dafür, ob ein potentieller Anzeigenkunde inseriert oder nicht. Deshalb sollte sie „ordentlich und sauber“ gestaltet sein.

In einer Anzeigenpreisliste sollten die Mediadaten der Zeitung, die Preise für alle möglichen Anzeigenformate (bei DIN A5 etwa bis 1/4-, bei DIN A4 etwa bis 1/8-Seite), die Rabatte und Aufschläge aufgelistet sein. Weiterhin gehören die Preise für Beilagen und Zusatzhefter in die Anzeigenpreisliste.

Man sollte außerdem angeben, welche Vorlagen angenommen werden – reprofähig (Reprofähig ist eine Anzeigenvorlage, wenn sie für den Drucker verwertbar ist. Die optimale Auflösung dafür ist 300 dpi.) ist hier einschlägig, aber wirklich interessant ist dieser Punkt nur bei mehrfarbigen Anzeigen. Die nötigen Informationen erhält man auf jeden Fall von seiner Druckerei. Zuletzt gehören noch die Namen der Anzeigenleiter mit Adresse und Telefonnummer etc. und der Herausgeber der Zeitung, in den allermeisten Fällen die Redaktion der Zeitung (Achtung: Nicht die Schule!), auf die Anzeigenpreisliste.

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Rabatte

Bei besonderen Bedingungen in einem Anzeigenvertrag, die der Zeitung zugute kommen, kann man den Kunden mit einem Rabatt belohnen.

Da wäre z.B. die Vorauszahlung der Anzeigenrechnung, die bei der Bezahlung der Druckrechnung mehr als wünschenswert ist. Wenn man hier mit einem Rabatt von beispielsweise zehn Prozent lockt (die man bei der Kalkulation natürlich schon mit einberechnet hat), kostet einem Kunden eine Anzeige z.B. nicht mehr EUR 100,-, sondern nur noch EUR 90,-.

Ein weiterer Fall, in dem viele Schüler- und Jugendzeitungen Rabatte gewähren, sind Anzeigendaueraufträge. Generell lässt sich dazu sagen, dass es für die Zeitung natürlich wünschenswert ist, wenn ein Kunde verspricht, mehrmals zu inserieren, weil man somit Arbeit bei der Anzeigenakquise spart.

Wie viel Rabatt man jedoch gibt und welche Vertragsbedingungen man anbietet, bleibt stark von den konkreten Umständen abhängig. Es ist auch unsinnig, Daueraufträge für alle Ausgaben innerhalb eines halben Jahres abzuschließen, wenn die Zeitung nur einmal im Jahr erscheint. Bei der unregelmäßigen Erscheinungsweise vieler jugendeigener Medien bietet es sich deshalb an, solche Daueraufträge nicht für einen festgelegten Zeitraum, sondern ausgabenabhängig, also z.B. für die nächsten drei Ausgaben, zu vereinbaren.

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Aufschläge

Auch in der Anzeigenpreisliste aufgeführt sein sollten verschiedene Sonderleistungen, die der Anzeigenkunde gegen Aufpreis erhalten kann. Manche Anzeigenkunden wünschen eine besondere Platzierung ihrer Anzeigen, zum Beispiel auf der hinteren Umschlagseite, im Fachjargon schlicht „U4“ oder „4. Umschlagseite“, genannt. Diese Seite ist für jeden nachvollziehbar die beste Werbefläche in der Zeitung, da sie (neben der Titelseite „U1“, auf der ja wie z.B. in der Bildzeitung auch manchmal Anzeigen zu finden sind) sogar dann gesehen werden kann, wenn das Heft gerade nicht gelesen wird. Dass man diese Seite den Anzeigenkunden nicht ohne Aufpreis opfert, sollte klar sein.

Auch im ganz normalen Innenteil gibt es feine Unterschiede: Beim Durchblättern finden rechte Seiten mehr Beachtung als linke, folglich müssten die rechten Seiten als Werbeflächen auch teurer sein. Ein Vorschlag für die Aufpreisstaffelung ist folgendes, bei vielen Schüler- und Jugendzeitungen praktiziertes Modell: rechte Seiten kosten zehn, die inneren Umschlagseiten „U2“ (vorne) und „U3“ (hinten) 15 und die Rückseite 20 oder sogar 25 Prozent Aufpreis. Wenn ein Anzeigenkunde keinen Aufpreis bezahlt, bekommt er selbstredend eine linke Seite irgendwo mitten im Heft, denn wenn keiner die guten Plätze bezahlen will, sollte man sie für den redaktionellen Teil nutzen, wegen dem man die ganze Zeitung ja schließlich herausgibt.

 

Weitere Möglichkeiten für Aufschläge bestehen für...

  • ...weitere Druckfarben in der Anzeige: Wie viel das kostet, erfragt man am besten vorher bei der eigenen Druckerei. Nicht vergessen sollte man, dass diese Farbe dann auch auf den entsprechend gegenüberliegenden Seiten von der Redaktion kostenlos mit genutzt werden können.
  • ...Konkurrenzausschluss: Konkurrenzausschluss bedeutet, dass z.B. nur eine der beiden Fahrschulen aus dem Umkreis der Schulen/im Erscheinungsgebiet eine Anzeige in eurer Zeitung erhält.
  • ...die Platzierung der Anzeige in einem besonderen redaktionellen Umfeld: Zum Beispiel könnte der örtliche Buchladen seine Anzeige gerne neben den Literaturempfehlungen sehen wollen usw.
  • ...Anzeigengestaltung: Ein weiterer Grund für einen Aufpreis ist, dass die Redaktion/der Layouter die Anzeige selbst gestaltet, dies bietet sich gerade für kleinere Geschäfte ohne PR-Abteilung an. Dies bedeutet zwar zusätzliche Arbeit, kann aber bei entsprechender Mühe den Anzeigenkunden auch binden.

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Anzeigenakquise

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen sind, heißt es, Anzeigen zu suchen, zu akquirieren. Welche Anzeigen man allerdings haben will, bleibt jeder Redaktion selbst überlassen. In jedem Fall gehört ins Impressum ein Vermerk wie: „Die Inserate ermöglichen uns den günstigen Verkaufspreis. Wir bitten deshalb um ihre Beachtung und weisen gleichzeitig darauf hin, dass der Inhalt der Anzeigen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wiedergibt.“

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Motivation der Anzeigenkunden

Generell muss man bei den Anzeigenkunden zwischen den Inserenten, die an der „Zielgruppe Schüler“ – so der Sprachgebrauch der Werbefachleute – interessiert sind und den „good will“-Kunden unterscheiden, die der Zeitung etwas Gutes tun wollen. Die letztgenannten findet man meist durch persönliche Beziehungen, auch von Lehrern oder Eltern.

Darauf muss man sein Verhalten als Anzeigenwerber einrichten, was einem aber kein Kopfzerbrechen bereiten sollte, denn in beiden Fällen ist man in einer recht guten Position: die „good will“-Kunden inserieren sowieso, wenn man sich nicht ganz unmöglich anstellt, die anderen sollten die exklusive Werbemöglichkeit an Schulen, die ihnen Schülerzeitungen bieten, zu schätzen wissen.

Also: alle Geschäfte, Organisationen usw., die mit Jugendlichen in Kontakt kommen wollen, sind potentielle Anzeigenkunden – wie zum Beispiel Autohäuser, Banken, Druckereien, Fahrradläden, Fahrschulen, Freizeitparks, Kinos oder Krankenkassen.

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Wege der Anzeigenakquise

Auf welche Weise man am ehesten zur Anzeige eines bestimmten potentiellen Werbekunden kommt, hängt von dessen Struktur ab, auf die man eingehen sollte. Im lokalen Bereich, aus dem man die meisten Anzeigen bekommen wird, kann man bei kleineren Geschäften, Organisationen usw. persönlich vorbeischauen. Größeren Firmen schickt man seine Unterlagen zu. Zur Vor- und Nachbereitung beider Methoden empfiehlt sich telefonischer Kontakt. Alle Verfahren eignen sich sowohl für die Neuwerbung von Anzeigenkunden wie auch für Dauerkunden und solche, die in der letzten Ausgabe inseriert haben. Natürlich muss man den Kunden auf diesen Umstand hinweisen.

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Persönlicher Kontakt 

Bei Kunden aus dem lokalen Bereich, bei denen man den Chef noch persönlich zu sprechen bekommt, und bei „good will“-Kunden, geht der Anzeigenleiter persönlich vorbei. Er oder sie sollte darauf drängen, mit dem Inhaber oder Geschäftsführer selbst zu sprechen. Diesem sollte man die mitgebrachten Ansichtsexemplare vorhergehender Ausgaben vorlegen und dann mit ihm den Anzeigenvertrag anhand eines Vordrucks direkt vor Ort erarbeiten. Wer meint, nicht genügend Ausdauer aufbringen zu können, alle in Frage kommenden Geschäfte so lange abzuklappern, bis er die richtigen Ansprechpartner erwischt hat und sich dabei auch noch die ein oder andere Absage einfängt, kann natürlich auch dem persönlichen Kontakt ein Telefonat voranstellen, um grundsätzliches Interesse abzuklopfen und Termine zu vereinbar

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Telefonakquise

Ob man für das persönliche Verkaufsgespräch beim Kunden vor Ort eine telefonische Terminvereinbarung machen sollte, hängt von seiner Größe ab. Bei kleinen Läden, bei denen der Inhaber hinter der Kasse steht und immer mal wieder Zeit hat, oder bei denen man den Chef persönlich kennt, ist das wohl nicht nötig. Je größer ein Laden ist und je mehr Trubel man vor Ort erwartet, desto sinnvoller ist ein Telefonat vorab. Unerlässlich ist der telefonische Vorkontakt bei größeren Firmen, Organisationen usw. Also ruft man die betreffende Firma oder Organisation an, lässt sich den Marketing- oder Werbeverantwortlichen geben (das kann der Geschäftsführer sein oder auch eine ganze Abteilung, die sich nur um solche Fragen kümmert) und schildert diesem kurz sein Anliegen. Ist er grundsätzlich interessiert, bietet man ihm an, ihm schriftliche Unterlagen zuzuschicken oder, wenn es schnell gehen soll und man die Möglichkeit dazu hat, auch zuzufaxen. Wichtig ist immer die genaue Adressierung an den Ansprechpartner, mit dem man gesprochen hat. Etwa ein bis zwei Wochen später ruft man dann die gleiche Person wieder an, erkundigt sich, ob die Unterlagen angekommen sind und den Informationsbedarf befriedigen konnten, und schreitet zum eigentlichen Vertragsabschluss.

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Anzeigenvermittlung über die Jugendpresse Deutschland und adbrixx

Es gibt viele Unternehmen, die mit ihren Werbebotschaften ausschließlich Schüler erreichen wollen. Gleichzeitig scheidet die Belegung einzelner Schülerzeitungen für nationale Werbekunden in der Regel aus: Jede Schülerzeitung einzeln zu kontaktieren ist a) zu aufwändig und b) aus strategischer Sicht nicht werberelevant, wenn man die Anzahl gering hält.

Die Jugendpresse Deutschland und adbrixx haben deshalb eine Plattform entwickelt, über die sich Schülerzeitungen einerseits anbieten und Werbepartner anderseits ihre Werbekampagnen planen, buchen und abwickeln können. Vermarktet auch ihr Werbeseiten eurer Schülerzeitung professionell und überregional über unsere Onlineplattform und verdient ohne großen Aufwand einen Zuschuss zu euren Druckkosten.

Viele hundert Schülerzeitungen aus ganz Deutschland lassen sich bereits über adbrixx erfolgreich vermarkten und profitieren von Anzeigenumsätzen aus regionalen und nationalen Werbekampagnen.

Der Vorteil: Dadurch, dass Werbepartnern gleich eine größere Anzahl an Schülerzeitungen vermittelt werden kann, wird das Medium Schülerzeitung auch für Werbekunden interessant, die sich sonst eher für ein auflagenstärkeres Medium entschieden hätten.

Weitere Infos zur Vermittlung und zur Anmeldung findet ihr auf: http://www.schuelerzeitung.de/anzeigen

Über die Anzeigenvermittlung mit Adbrixx und weiteren Fragen hierzu kannst du hier im Schülerzeitungs-Forum diskutieren.

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Werbebrief/ Mailing

Gerade größere Firmen und Organisationen, die Schülerzeitungen als Zielgruppe für Werbebriefe ausgemacht haben, bekommen davon heute jeden Tag Dutzende. Deshalb gilt es, einige Regeln zu beachten: Der Werbebrief muss individuell adressiert sein: „An die Geschäftsleitung“ oder „An die Marketingabteilung“ sind auf gar keinen Fall geeignet. Weiterhin sollte solch ein Brief ähnlich einer Bewerbung den Eindruck erwecken, individuell auf den Anzeigenkunden zugeschnitten zu sein und darlegen, wieso gerade ihm eine Annonce in eurer Schüler- oder Jugendzeitung besondere Vorteile bietet – aber bitte nicht mehr als eine Seite. Zu diesem Anschreiben kommen ein Ansichtsexemplar der letzten Ausgabe, die aktuelle Anzeigenpreisliste mit den Daten eurer Zeitung und ein Vordruck für einen Anzeigenvertrag mit Angaben darüber, bis wann die Druckvorlage wohin geliefert sein sollte.

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Vorlegen von Anzeigen

Manchmal bekommt man auch zu hören, dass man bei kleinen wie größeren Firmen bessere Chancen hätte, einen Anzeigenauftrag zu erhalten, wenn man dem potentiellen Werbekunden eine oder gar mehrere von der Redaktion gestaltete mögliche Anzeigenmotive vorlegt. Das beweist zwar die Mühe, die sich die Redaktion um den Anzeigenkunden macht, hat aber wohl noch nie in der Weise funktioniert, dass die Firma die Vorlage der Redaktion übernommen hätte. Zum einen arbeiten Firmen oft mit Werbeagenturen zusammen, die ein schlüssiges, imagepflegendes Werbekonzept erstellen, in das die self-made-Anzeige mit größter Wahrscheinlichkeit nicht hineinpasst, zum anderen ist es nun wahrlich nicht Aufgabe einer Redaktion, für Firmen Anzeigenvorlagen zu erstellen. Diese Arbeit sollte sich die Redaktion nur machen, wenn es der Werbekunde wünscht und dafür auch einen entsprechenden Aufpreis zahlt.

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Werbeetats

Es gibt da die Geschichte mit den Werbeetats größerer Firmen, die immer Ende des Jahres für das kommende Jahr geplant werden: je größer die Firma, desto früher. Wenn man bei einer Anfrage hört, dass der Werbeetat schon verplant sei – und sei es nur als Ausrede – so muss das Ziel des Anzeigenverantwortlichen sein, für die Schüler- oder Jugendzeitung im Werbeetat des nächsten Jahres einen festen Posten zu bekommen. Dafür sollte er versuchen, das Unternehmen vom Sinn einer Anzeige in einer Schüler- oder Jugendzeitung überzeugen. Nur so sind dann im nächsten Jahr die Mittel eingeplant. Es lohnt sich, in Erfahrung zu bringen, wann der geeignete Zeitpunkt ist, dass dann hoffentlich für die Zeitung eingeplante Volumen „abzurufen“. Firmen, die mit Werbeetats arbeiten, haben oft auch jemanden, der getrennt von der Marketingabteilung für Öffentlichkeitsarbeit (PR = public relations) und Sponsoring zuständig ist. Wenn also bei der Marketingabteilung partout nichts zu holen ist, ist dieser ein weiterer möglicher Ansprechpartner, der allerdings in die Sparte „Good will“-Kunde fallen würde.

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Anzeigenauftrag

Hat man erst einmal jemanden gefunden, der willig ist, zu inserieren, so macht man mit ihm über seinen Anzeigenauftrag einen schriftlichen Anzeigenvertrag, in dem alle ausgehandelten Faktoren des Inserats schriftlich festgehalten werden. Im Anzeigenvertrag sollte auf die jeweils gültige Anzeigenpreisliste Bezug genommen werden. Außerdem gehören der ungefähre Erscheinungstermin für die nächste Ausgabe in den Anzeigenvertrag, das Anzeigenformat und besondere Vereinbarungen wie Rabatte und Aufschläge nebst ihrem Grund.

Wird euch über adbrixx eine Anzeige vermittelt (s.o.), so findet ihr den entsprechenden Anzeigenauftrag unter dem Menüpunkt „Aufträge“ in eurem adbrixx-Account. Diesen könnt ihr ausdrucken und z.B. für eure Auftragsbearbeitung verwenden.

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Kleingedrucktes

Für die rechtzeitige Lieferung des Anzeigentextes bzw. einer einwandfreien Druckvorlage in der Größe des vereinbarten Werbeformats ist der Werbetreibende verantwortlich. Bei einem Anzeigen-Dauerauftrag wird die letzte veröffentlichte Anzeige für die folgende Ausgabe wieder verwendet, es sei denn, der Werbetreibende liefert bis spätestens zwei Wochen vor Redaktionsschluss eine neue, den vereinbarten Bedingungen entsprechende Vorlage. Bei nicht mängelfreier Erfüllung des Vertrags durch die Redaktion hat der Werbetreibende Anrecht auf Minderung, wenn er die Mängel binnen zwei Wochen nach Zugang des Belegexemplars rügt. Dieses Anrecht bezieht sich auf Anzeigen, die aufgrund einwandfreier, reprofähiger Anzeigenvorlagen des Werbetreibenden abgedruckt wurden und nicht auf solche, die im Auftrag des Werbetreibenden von der Redaktion erstellt wurden, sofern die Art der Gestaltung oder der Inhalt bemängelt wird.

Einen Anzeigenvertrag müssen beide Seiten, d.h. der Geschäftsmann und der Anzeigenleiter, unterschreiben. Davon macht man zwei Kopien: Die eine erhält der Kunde, die andere geht an den Layouter, denn der muss sich ja darauf einstellen, welche Anzeigen kommen und wie diese aussehen. Das Original bleibt auf jeden Fall beim Anzeigenleiter.

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Ausführung

Hat man genügend Anzeigenaufträge erhalten, um die Zeitung zu finanzieren, so müssen nun – mit dem Druck der Zeitung – die Anzeigenverträge erfüllt werden.

Bei der Montage sollte man beachten, dass Anzeigen mit dem Wort „Anzeige“ gekennzeichnet werden, wenn nicht durch die Gestaltung und Platzierung der Annonce zweifellos erkennbar ist, dass es sich um eine Anzeige handelt. Dafür gibt es neben den presserechtlichen Bestimmungen auch Vorschriften aus der Werbewirtschaft.

Ist der Druckauftrag ordentlich erfüllt, so werden die ersten Hefte, die die Redaktion in Händen hält, sofort als Belegexemplare zusammen mit den Anzeigenrechnungen an die Werbekunden verschickt, denn schließlich will man sein Geld ja auch so schnell wie möglich erhalten.

Sind bei der Ausführung eines Anzeigenauftrags irgendwelche Fehler aufgetreten, so legt man dem Anzeigenkunden am Besten gleich ein Schreiben bei, in dem man die Gründe der Fehlleistung erläutert und einen Lösungsvorschlag macht, ihm z.B. bei schuldhaftem Verhalten der Redaktion einen Preisnachlass anbietet.

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Abrechnung

Zusammen mit den Belegexemplaren oder bei vereinbarter Vorauszahlung sogar schon früher, erhält der Kunde eine schriftliche Rechnung. Darauf sollte stehen,

  • wer (die Redaktion oder der Anzeigenleiter als ihr Vertreter)
  • wem (dem Kunden)
  • wofür (eine Anzeige in der XX. Größe in der XX. Ausgabe der und der Zeitung...)
  • wie viel berechnet

Dabei sollten alle vereinbarten Rabatte und Aufschläge gesondert ausgewiesen werden. Dazu kommt ein Hinweis, dass der Rechnungsbetrag keine Mehrwertsteuer enthält. Letztlich wird noch eine Zahlungsfrist gesetzt, etwa „Der Endbetrag wird bei Rechnungseingang fällig“. Nicht vergessen werden darf die vollständige Kontoverbindung des Schülermediums, auch wenn der Kunde zum wiederholten Mal eine Anzeige schaltet, hat er ja nicht immer die Kontodaten zur Hand.

Am Besten schickt man dem Kunden eine nummerierte Rechnung. Anhand der Nummern, die sich der Anzeigenleiter natürlich aufschreiben muss, kann man leicht feststellen, welche Anzeigen schon bezahlt sind: so hat man immer den Überblick.

Diese Methode des Kassierens klingt zwar aufwendig und kompliziert, ist aber einfacher, als das Geld so einzusammeln und vermeidet Probleme, wie den Versuch von zwei Redakteuren durch Absprachefehler doppelt zu kassieren.

Wenn ihr eine Anzeige über adbrixx geschaltet habt, verfahrt ihr ganz ähnlich wie mit anderen Anzeigepartnern. Nach Veröffentlichung schickt ihr eine Rechnung und Belegexemplare (pro Kunde ein Exemplar plus eins für adbrixx) an adbrixx. Nachdem wir die Belegexemplare von euch erhalten haben und das Geld für die Anzeigen vom Anzeigenkunden bei uns eingegangen ist, überweisen wir euch eine Gutschrift auf das von euch angegebene Konto.

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Mahnwesen

Verstreicht die gesetzte Zahlungsfrist um etwa eine weitere Woche, die man dem Kunden zusätzlich Zeit lassen sollte, ohne dass Geld auf dem Konto der Redaktion eingeht, so schickt man dem betreffenden Kunden eine freundliche „Erinnerung“. Dies muss nicht immer schriftlich erfolgen – bei persönlichem Kontakt empfiehlt es sich, mal wieder vorbeizuschauen. Erst dann sollte man einen freundlichen Brief aufsetzen in dem man auf die üblicherweise schlechte finanzielle Situation der Zeitung hinweist. Man sollte auch unterstreichen, wie sehr man auf das Geld angewiesen ist und dass die Zeitung einen gemeinnützigen Charakter innehat – schließlich braucht man das Geld ja nur, um entstandene Kosten zu decken und nicht als persönlichen Gewinn.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass der Anzeigenkunde durch den Anzeigenvertrag und die durch die Schülerzeitung erbrachte Leistung – den Abdruck der Anzeige – rechtlich verpflichtet ist, euch das Geld zu bezahlen. Natürlich erfordert es etwas Ausdauer, die offene Summe alle 14 Tage anzumahnen und noch mehr Geduld, ein gerichtliches Mahnverfahren in die Wege zu leiten. Aber nur wenn Schüler- und Jugendzeitungen entschieden gegen solche schwarzen Schafe vorgehen, können Schüler- und Jugendzeitungen langfristige Planungssicherheit erhalten. Unterstützung bei solchen Verfahren könnt ihr von eurem Jugendpresseverband bekommen.

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Minderung und Wandelung

Wenn der Kunde Gründe hat, nicht zahlen zu wollen, so wird er zwischenzeitlich auf den Anzeigenleiter zukommen und sie nennen. Grundsätzlich hat der Anzeigenkunde das Recht, einen angemessenen Teil des vereinbarten Betrags einzubehalten oder vom Vertrag zurückzutreten, wenn der Auftrag nicht termingerecht und fehlerfrei ausgeführt wurde; man nennt das Minderung oder Wandelung. Wandelung kommt dabei eigentlich nur in Betracht, wenn der versprochene Erscheinungstermin verstrichen, die Zeitung aber noch nicht erschienen ist. Dann kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten. Wenn Minderung wegen mangelhafter Druckqualität bei einer einwandfreien Anzeigenvorlage verlangt wird, so kann man versuchen, sich den gewährten Abzug bei der Druckerei wiederzuholen – nämlich als Minderung beim Druckpreis. In jedem Fall sollte man bei berechtigt unzufriedenen Anzeigenkunden lieber kulant sein: Es ist allemal besser, jetzt auf einen Teil des Anzeigenpreises zu verzichten, als in Zukunft auf einen Werbekunden.

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Inserentenkartei

Jeder gute Anzeigenleiter legt sich eine Kartei oder Datei an, in der er die verschiedenen (auch potentiellen) Anzeigenkunden verwaltet, die Kontakte mit ihnen dokumentiert und sie bewertet. Mit einer solchen Kundendatei kann man bei Bedarf feststellen, bei welchen Anzeigenkunden man eine Annonce bekommen könnte oder welche man aufgrund alter offener Forderungen lieber meidet. Außerdem sollte man hier festhalten, wen man wann wieder anrufen soll, wie der Ansprechpartner heißt und was sonst noch hilfreich sein könnte. Diese Inserentendatei ist auch dann ein unbezahlbares Hilfsmittel, wenn ein anderes Redaktionsmitglied die Anzeigenleitung übernimmt.

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Kleinanzeigen

Neben den „ordentlichen“ Inseraten kann man in jeder Zeitung mit einem Kleinanzeigenteil, in dem eine Textannonce bis zu einer bestimmten Länge z.B. pauschal EUR 5,- kostet, Geld einnehmen.

Wie viel da pro Seite zusammenkommt, kann jeder leicht selbst ausrechnen. Man wird erstaunt sein, wie oft dieser Betrag im Vergleich zu den Preisen „ordentlicher“ Inserate mithalten kann.

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Zusammenfassung

In jeder Schüler- oder Jugendzeitung sollte das Verhältnis von Anzeigen zum Text auf keinen Fall höher als bei eins zu drei liegen – normal sind Text/Anzeigen-Verhältnisse von eins zu acht und mehr. Denn schließlich soll aus einer Schüler- oder Jugendzeitung kein Anzeigenblatt entsteh

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Zuschüsse und Spenden

Nicht vergessen sollte man Zuschüsse und Spenden, die sowohl Schüler- als auch Jugendzeitungen erhalten können. Welche Möglichkeiten hier offen stehen, hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten ab.

Schülerzeitungen haben ein nicht besonders konkretes Recht auf Unterstützung durch die Schule in Form von Geräten und Materialien. Man kann aber vereinbaren, dass das Büromaterial über die Schule beschafft wird und nicht bezahlt zu werden braucht oder dass die Redaktion das Telefon der Schule benutzen und ihre Briefe von der Schule frankieren lassen kann. Das gibt der Schule übrigens kein Recht, die Telefonate mitzuhören oder die Briefe zu lesen. Beides ist sogar verboten und wird, falls es zur Anzeige gebracht wird, hart bestraft.

Neben der Schule selbst gibt es in aller Regel auch noch die Schülervertretung, den Elternbeirat und einen Förderverein. Es lohnt sich, Kontakt dorthin aufzunehmen; all diese Vereinigungen können euch bei kleineren oder größeren Anschaffungen wie einem Computer, einem Drucker oder einer Kamera unterstützen.

Bei Jugendzeitungen von Verbänden oder Organisationen können ähnliche Möglichkeiten der Unterstützung bestehen; auf jeden Fall sollte man sich hier einmal genau erkundigen und nichts unversucht lassen.

Jenseits schulischer Zusammenhänge gibt es z.B. noch Stiftungen und die öffentliche Hand, die einen bei besonderen Vorhaben unterstützen können. So ist ein Redaktionswochenende mit gemeinsamer Übernachtung in einer Jugendherberge natürlich ein Seminar zur politischen Jugendbildung und könnte als solches sowohl auf kommunaler als auch auf Landesebene von den Jugendämtern gefördert werden. Welche Unterstützung z.B. das Stadt- oder Kreisjugendamt vor Ort sonst noch gewähren kann, erfährt man am besten bei einem persönlichen Gespräch.

Wenn man dort gesagt bekommt, eine Schülerzeitung sei eine Schulveranstaltung und deshalb nicht als Jugendarbeit förderungsfähig, ist das falsch: Schülerzeitungen sind seit einiger Zeit unabhängig von der Schule. Dies steht so auch in den Schulgesetzen der meisten Bundesländer.

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Promoartikel und Sonstiges

Der Verkauf von Promoartikeln wie T-Shirts, Tragetaschen oder Aufklebern, aber auch von Schülerkalendern, Postern oder Technik bindet das Interesse. Das alles ist natürlich mit einem gewissen unternehmerischen Risiko verbunden und bewegt sich rechtlich in einer Grauzone, aber zumindest die Aufkleber mit dem Motiv der Schule haben sich schon zum Verkaufsschlager entwickelt...

Viele Schülerzeitungen lassen sich auch noch andere Möglichkeiten zum Geldverdienen einfallen: So kann man eine Schülerzeitungsparty oder andere kulturelle Veranstaltungen durchführen. Sehr beliebt ist auch der Verkauf von gespendetem Kuchen in der großen Pause, um ein gewisses Grundkapital zu erhalten.

Ausgefallenere Möglichkeiten sind das von der Schülerzeitung organisierte Verschicken von Schoko-Osterhasen oder -Nikoläusen oder Rosen zum Valentinstag. Jeder Schüler kann gegen einen Beitrag eine von euch gestaltete Karte mit Grüßen an einen anderen Schüler (mit Angabe der Klasse!) bei euch abgeben. Diese Karten befestigt ihr dann z.B. an den Osterhasen und verteilt sie zu einem bestimmten Termin an die entsprechenden Personen. Das sorgt ganz sicher für Aufmerksamkeit, Gesprächsstoff und Einnahmen für eure Kasse.

Zwei Kleinigkeiten sollten bei all diesen Aktionen nicht vergessen werden: Zum einen solltet ihr die Erlaubnis der Schulleitung einholen, wenn eure Aktion auf dem Schulgelände stattfindet. Zum anderen solltet ihr natürlich in eurer nächsten Ausgabe auch darüber berichten und einige Fotos davon abdrucken.

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Weitere Fragen

Über Buchhaltung, Verkauf, Anzeigen, Abrechnungen und vieles weitere aus der Welt der Zahlen kannst du hier im Schülerzeitungs-Forum diskutieren.

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