Schülerzeitungskongress
Vernetzung, Austausch und Workshops

DER SCHÜLERZEITUNGSKONGRESS 2019

Wie geht's weiter mit Europa? - lautete das Thema der Diskussion, die den Schülerzeitungskongress am 21. Juni 2019 eröffenete.

Diskussion

Eine spontane Reise nach Lettland für ein bisschen Ostseebrise oder nach Portugal für einen Surfurlaub am Atlantik? Kein Problem. Lästiges Geldwechseln? In vielen Teilen der Europäischen Union Schnee von gestern.

Was wir mittlerweile für selbstverständlich halten, war vor über 50 Jahren noch undenkbar. Wir haben uns an die offenen Grenzen gewöhnt, die es uns jederzeit ermöglichen, unsere Nachbarstaaten spontan zu besuchen, mit ihnen Güter auszutauschen oder sogar gleich dort zu leben, zu arbeiten oder zu studieren – und das alles fast ohne bürokratischen Aufwand, Arbeitserlaubnissen, Visa und Zollkontrollen. Die Europäische Union ist aber noch mehr: Was ist mit dem neuen Fahrradweg zur Schule, dem Kampf gegen Elfenbeinhandel oder der Sensibilisierungskampagne für weniger Plastik in den Weltmeeren? – Alles Projekte gefördert von der EU.

Nicht umsonst gilt die EU als das erfolgreichste Friedensprojekt in Europa. Mitgliedsstaaten übertragen ihr freiwillig einen Teil ihrer Souveränität und machen sich somit vor einer größeren europäischen Gemeinschaft verantwortbar. Dieses enge Miteinander und der stetige Austausch, hilft dabei, gegenseitiges Verständnis zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und soll langfristig zu einer europäischen Identität führen. So zumindest die Theorie. Das dies praktisch nicht immer funktioniert sieht man an der sogenannten „Flüchtlingskrise“ nur zu gut: Einzelne EU-Mitgliedsstaaten schotten sich ab und stellen sich damit gegen die grundlegenden Prinzipien der Union, ohne dass diese viel dagegen unternehmen kann.

Andere Staaten, wie das Vereinigte Königreich, gehen einen Schritt weiter und wollen sich gleich komplett von der EU verabschieden. Kein Einzelfall, sondern ein Zeichen für tieferliegende Probleme. Seit einigen Jahren wird die EU zunehmend kritisiert und immer wieder auch stark angefeindet. Mittels Fake-News, Übertreibungen und falschen Hoffnungen schaffen es radikale Gruppierungen, Bürgerinnen und Bürger in allen Schichten stark zu verunsichern. In einigen EU-Staaten sind sie bereits in der Regierung. Nicht selten führt das zur Einschränkung der Meinungsfreiheit. Kein Wunder, dass sich laut den Reportern ohne Grenzen die Pressefreiheit in ganz Europa in den letzten Jahren stark verschlechtert hat: Journalisten werden verhaftet, bedroht und gelegentlich auch körperlich angegriffen.

Die Europäische Union ist selbstverständlich nicht perfekt und Kritik berechtigt: Seit Jahren drängen Experten und Expertinnen darauf, sie umzugestalten und ihr mehr demokratische Legitimität zu verleihen, d.h. mehr Transparenz, Bürgerbeteiligung und Verantwortbarkeit. Auch der Umgang der EU mit seinen europäischen Nachbarstaaten muss überdacht werden – denn die EU ist nicht gleich Europa und das Verhältnis zu insbesondere Russland seit einigen Jahren wieder besonders angespannt. Auch hier besteht also dringender Handlungs- und Verständigungsbedarf. 

Um die EU dauerhaft voranzubringen sollte uns allen eines bewusst sein: Wir müssen über die EU und ihre Zukunft innerhalb von Europa und der Welt reden und das passiert am besten gemeinsam.

Hierüber diskutierten Albrecht Meier (Tagesspiegel), Annika Klose (Jusos Berlin) und Jonathan Weide (Junge Europäische Journalisten).
Bis ihr, das Publikum dann mit einsteigen konntet.

 

Danach ging es in die Workshops bei denen es zusätzlich zu den auf die verschiedenen Alters- und Schultypen zugeschnittenen Workshops auch ein Programm für lehrende und begleitende Personen gab.

Workshops

Für Schülerinnen und Schüler:

  • Presse und Öffentlichkeitsarbeit verstehen - Ab Klasse 6
    (Michael Bernatek: Pressereferent des AOK-Bundesverbandes)
  • Redaktionsmanagement für Anfänger und Anfängerinnen - Ab Klasse 5
    (Frauke C. Müller, Redakteurin von wdv OHG im Auftrag des AOK-Bundesverbandes)
  • Populismus und Diskursstrategien erkennen. Objektivität erhalten! - Ab Klasse 10
    (Paul Bahlmann: Kommunikationstrainer und Pressesprecher einer Bundestagsabgeordneten, Robert Pietsch: Kommunikationstrainer und PR-Manager)
  • Vom Schnappschuss zum Foto - was macht gute Bilder aus? - Ab Klasse 6
    (Sebastian Pape, Aktiver der Jugendpresse)
  • Über Mobbing und Gewalt berichten - Ab Klasse 6
    (Nina Große, Judit Lodemann und Michelle Lisson: Werner-Bonhoff-Stiftung)
  • Europa & Medien - wie arbeitet die Pressestelle der Europäischen Kommission & wie berichten die Medien über Europa - Ab Klasse 6
    (Nikola John: Pressereferentin bei der Europäischen Kommission, Vertretung in Deutschland)
  • Page Craft: Word ist nur der Anfang - Ab Klasse 5
    (Mattes Kersting und Noah Biswanger, FSJler bei fjp>media
    Verband junger Medienmacher Sachsen-Anhalt)
  • Qualitäts-Katalysator bei Leitmedien: Sorgfältig Recherchieren - Fake News erkennen - Ab Klasse 5
    (Sebastian Leber: Reporter des Tagesspiegels)
  • Recherchieren im Internet - Für Grundschülerinnen und Grundschüler
    (Carolin Maier und Melanie Endler: Medienpädagoginnen der Kindersuchmaschine fragFINN.de)
  • Berliner Gesichter entdecken - Für Förderschüler und Förderschülerinnen
    (Hannah Rex: Projektleiterin der JugendpolitikTage der Jugendpresse Deutschland)


Für Lehrerinnen, Lehrer oder Begleitpersonen

  • Hetzkampagnen, Angriffe, Mord: Pressefreiheit in Europa unter Druck
    (Juliane Matthey, Pressereferentin bei Reporter ohne Grenzen)
  • Einführung ins Presserecht
    (Rechtsanwältin Ricarda Veigel)
  • Selfies, Snaps und Schnitzeljagd - Unterrichtseinheiten mit Smartphone und Tablet gestalten
    (Reica Lindner: Jugendpresse Deutschland)

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